Der Linolschnitt ist mein Zuhause. Ich lote ich die Möglichkeiten des Linocuts aus und nutze die Technik auf experimentelle Weise, um überraschende Ergebnisse zu erzielen. Mein Ansatz ist es, einen jungen und zeitgemäßen Linoldruck zu praktizieren, jenseits von angestaubten Klischees. Dabei entstehen übergroße Druckstöcke, die als Relief und zugleich Drucknegativ eine eigenständige Berechtigung im Ausstellungskontext erhalten. Das Handdruckverfahren erlaubt mir ein prozesshafte Arbeiten und damit ein Ausufern in jeder Hinsicht, die Beschränkung des Papierformates ist aufgehoben und großformatige, vielfarbige Unikate mit übereinander gedruckten Schichten sind das Ergebnis. Besonders die erzählerischen Komponenten der Großdrucke möchte ich in Zukunft noch stärker in den Mittelpunkt meiner grafischen Arbeit stellen und darin gesellschaftlichenThemen aufgreifen, die mich bewegen: Storytelling im Stil einer Graphic Novel mit enormer visueller Strahlkaft.
Mir liegen die Spielformen und Spannungsräume zwischen Kunst und Poesie.
