Chris Morenz

Diplom-Kulturwissenschaftler, Pop-up-Popliterat & Private 1st Class bei The Love You Army

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Da sein auktorialer Erzähler seit einem Literaturbetriebsunfall irgendwie neben sich steht, muss sich Chris momentan als Ich-Erzähler-AG durchschlagen.
Sein Büro befindet sich ganz in der Nähe der Nürnberger Morenzkirche.
Mieten Sie ihn an für Junggesellinnenabschiede, Trauer-/Geburtstagsfeiern, Spielzeugmessen, Firmen-Events und Selbsthilfegruppen.

Offerten an: chrijs_morenz@live.se
Instagram: @morenz_and_the_machine
Kaufen & lesen: https://www.twentysix.de/shop/rituale-des-verschwindens-alida-montesi-9783740753146
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Textauszug aus dem Kunstwandler-Katalog von 2011:

IF WISHES WERE HORSES...“, authors would write

oder: Dann eben mal eine Pferdegeschichte

(…) Kürzlich hatte der Autor wieder darüber rumgerätselt, wo er nur jenes Zitat aufgeschnappt haben könnte: „Lieber etwas Trauriges erleben als nichts Komisches.“ Grauenhaft, bei näherer Betrachtung, pubertäre Borderliner-Maxime, völlig aufgesetzt, so kann man doch nicht leben. Mittlerweile dämmerte das auch ihm.
Entsprechend kompromittiert fühlte er sich neulich beim Hören der Blumfeld-Songzeile „Dich interessiert doch nicht, was du erlebst / nur das, was du davon erzählen kannst!“ Jahre später hatte die Band Kettcar sogar noch einen draufgesetzt, bzw. -gesungen: „Und all die guten, guten Geschichten passieren immer auch nur denen / die sie erzählen können.
Ihm jedoch war schon lange nichts Gutes mehr passiert – fand er. Und entsprechend lange schon nichts Gutes mehr zu Papier geraten. Da muss es doch einen Zusammenhang geben. Gerade für ihn, einem überzeugten Anhänger der autoerotischen Autofiktion. Er musste etwas machen aus oder wenigstens mit seinem Leben, mal was Anderes, es war Zeit, zu wachsen, vielleicht sogar erwachsen zu werden. Raus aus der befindlichkeitsfixierten Gegenwartsliteratur, raus aus der oberflächenversiegelten Popkultur, raus aus der selbstreferenziellen Comfort Zone! Neue Themen mussten her, neue Geschichten … Ja!

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